Computer Vision ist das Fachgebiet der künstlichen Intelligenz, das Computern das automatisierte Erkennen und Interpretieren von Bildern und Videos ermöglicht.
Auch genannt: maschinelles Sehen
Computer Vision bringt Maschinen bei, in Bildern oder Videosequenzen Objekte, Muster oder Personen zu erkennen – ähnlich wie das menschliche Sehen, nur auf Basis von Pixeldaten und Algorithmen.
Ein Bild wird zunächst als Raster von Pixelwerten erfasst. Verfahren des Deep Learning – meist auf Basis neuronaler Netze – lernen aus großen Mengen beschrifteter Bilder, welche Pixelmuster zu welchen Objekten oder Kategorien gehören, und wenden dieses Muster auf neue, unbekannte Bilder an.
Eine Anwendung zur Qualitätskontrolle in der Produktion erkennt automatisch fehlerhafte Bauteile auf Kamerabildern, indem sie deren visuelle Merkmale mit gelernten Referenzmustern vergleicht.
Computer Vision wird für Gesichtserkennung, autonome Fahrzeuge, medizinische Bildanalyse, Qualitätskontrolle in der Produktion und die automatische Verschlagwortung von Fotos eingesetzt.
Computer-Vision-Systeme erkennen Muster, nicht Bedeutung im menschlichen Sinn – sie können durch ungewöhnliche Bildbedingungen oder gezielt manipulierte Eingaben getäuscht werden. Ihre Zuverlässigkeit hängt stark von der Qualität und Vielfalt der Trainingsdaten ab.
Nicht zu verwechseln mit Deep Learning, der zugrunde liegenden Lernmethode, mit dem Neuronalen Netz, der Modellarchitektur, oder einem Sensor, der lediglich die Hardware zur Bilderfassung bereitstellt.