Ein Datenkatalog ist ein Verzeichnis, das vorhandene Datensätze einer Organisation zusammen mit beschreibenden Informationen auffindbar macht.
Ähnlich wie ein Bibliothekskatalog Bücher nach Titel, Autor und Thema erschließt, macht ein Datenkatalog Datensätze auffindbar: Wo liegen welche Daten, was enthalten sie, und wer darf sie nutzen?
Ein Datenkatalog erfasst zu jedem Datensatz Metadaten wie Herkunft, Struktur, Aktualität, Verantwortlichkeit und Zugriffsrechte. Nutzende können darin nach Themen, Schlagworten oder Systemen suchen, ohne jeden Datenspeicher einzeln durchsuchen zu müssen.
Ein Unternehmen mit Daten in mehreren Fachabteilungen nutzt einen zentralen Datenkatalog, damit ein Analyseteam schnell herausfinden kann, welche Datenquelle die passenden Kundendaten für eine Auswertung enthält.
Datenkataloge unterstützen die Auffindbarkeit und Governance von Datenbeständen, erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und sind Voraussetzung für eine systematische Datennutzung in größeren Organisationen.
Ein Datenkatalog ersetzt keine Datenspeicherung – er verweist nur auf vorhandene Datenquellen, ohne selbst Daten zu speichern. Zudem ist ein Katalog nur so nützlich, wie er aktuell und vollständig gepflegt wird.
Nicht zu verwechseln mit Metadaten, die die einzelnen Beschreibungsattribute sind, aus denen ein Katalog besteht, oder mit einem Dokumentenmanagementsystem, das Dokumente selbst verwaltet statt nur auf Datensätze zu verweisen.