Machine-to-Machine (M2M) bezeichnet die direkte, automatisierte Kommunikation zwischen Geräten, Maschinen oder Systemen, bei der Daten ohne menschliches Zutun ausgetauscht werden.
Auch genannt: M2M, Maschinenkommunikation, M2M-Kommunikation
Ein Getränkeautomat meldet selbst, dass die Cola zur Neige geht, und löst eine Nachlieferung aus – niemand muss anrufen oder eine Liste ausfüllen. Bei M2M unterhalten sich Maschinen miteinander: Ein Gerät erfasst einen Zustand, sendet ihn an ein anderes System, und dieses reagiert darauf, ganz ohne menschliche Vermittlung.
Ein Gerät ist mit einem Sensor ausgestattet, der Messwerte wie Füllstand, Temperatur oder Standort erfasst. Über eine Kommunikationsverbindung, zum Beispiel Mobilfunk, Funknetze oder Festnetz, sendet es diese Daten an ein Ziel, etwa ein zentrales System oder ein anderes Gerät. Dort werden sie ausgewertet, und je nach Regel wird eine Aktion ausgelöst, etwa eine Meldung, eine Bestellung oder die Steuerung eines Ablaufs, gegebenenfalls über einen Aktor. Für die Verständigung werden vereinbarte Protokolle und Datenformate verwendet. Zwischen Gerät und Zielsystem vermitteln manchmal Übergangsknoten wie ein IoT-Gateway.
Ein Energieversorger setzt digitale Stromzähler ein, die den Verbrauch selbstständig in festen Abständen an die Abrechnungssysteme melden. Niemand muss vor Ort ablesen. Bei einer Störung, etwa wenn ein Zähler keine Verbindung mehr herstellt, erzeugt das System automatisch eine Meldung für den Kundendienst.
M2M wird in der Industrie, der Logistik und im Energiebereich eingesetzt, etwa zur Fernüberwachung von Maschinen, zur Verfolgung von Fahrzeugen und Containern oder zum Auslesen von Zählern. Es ermöglicht Wartung nach Bedarf und schnelle automatische Reaktionen. Viele heutige Anwendungen des Internet of Things bauen auf diesem Grundprinzip auf und erweitern es um Cloud-Dienste, Datenanalyse und Benutzeroberflächen.
M2M bezeichnet die Kommunikationsbeziehung, nicht ein ganzes Ökosystem: Es fehlt der Blick auf Analyse, Plattformen und Anwendungen, den der Begriff Internet der Dinge einschließt. Geräte, die dauerhaft senden, brauchen zuverlässige Energieversorgung und Verbindung, und die Sicherheit ist eine Herausforderung, weil ungeschützte Geräte Ziel von Angriffen werden können. Außerdem bedeutet „ohne menschliches Zutun“ nicht „ohne Regeln“: Menschen legen fest, was Geräte melden und wie das System reagiert.
Nicht zu verwechseln mit dem Internet of Things, das breiter gefasst ist und Vernetzung, Dienste und Datenverwertung umfasst, während M2M den unmittelbaren Austausch zwischen Maschinen bezeichnet. Ebenso zu unterscheiden vom IoT-Gateway, einem Vermittlungsknoten, und von einer Application Programming Interface, die eine Schnittstelle zwischen Software beschreibt, während M2M die Kommunikation von Geräten meint.