Anonymisierung ist eine Technik, mit der personenbezogene Daten so verändert werden, dass kein Rückschluss mehr auf eine bestimmte Person möglich ist.
Anonymisierte Daten lassen sich nicht mehr – auch nicht mit zusätzlichem Wissen – einer bestimmten Person zuordnen. Der Personenbezug wird dabei unwiderruflich entfernt.
Verfahren zur Anonymisierung entfernen oder verändern identifizierende Merkmale so weit, dass eine Re-Identifizierung praktisch ausgeschlossen ist – etwa durch Aggregation, Verrauschen von Werten oder das Entfernen eindeutiger Kombinationen von Merkmalen. Anders als bei der Pseudonymisierung gibt es keinen Schlüssel, mit dem sich der Bezug wiederherstellen ließe.
Eine Statistik zeigt, dass in einer Region ein bestimmter Anteil der Bevölkerung ein Verkehrsmittel nutzt, ohne dass einzelne Personen oder deren Wege nachvollziehbar sind.
Anonymisierung wird eingesetzt, um Daten für Statistik, Forschung oder Veröffentlichung nutzbar zu machen, ohne die Persönlichkeitsrechte der ursprünglich betroffenen Personen zu gefährden.
Echte Anonymisierung ist technisch anspruchsvoll: Schon die Kombination mehrerer scheinbar harmloser Merkmale kann eine Re-Identifizierung ermöglichen. Häufig wird Anonymisierung fälschlich mit Pseudonymisierung gleichgesetzt, obwohl bei Letzterer der Personenbezug über einen Schlüssel wiederherstellbar bleibt.
Nicht zu verwechseln mit Pseudonymisierung, bei der ein Rückbezug über einen Schlüssel möglich bleibt, mit Personenbezogenen Daten, dem Schutzobjekt selbst, oder mit Privacy by Design, einem übergeordneten Gestaltungsprinzip.