Eine IP-Adresse ist eine Adresse, über die ein Gerät in einem Netzwerk oder im Internet eindeutig gefunden werden kann. Sie wird benötigt, um Daten an den richtigen Empfänger zu senden oder von einem bestimmten Absender zu empfangen.
Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, benötigt eine Adresse, damit andere Geräte wissen, wohin sie Daten schicken sollen. Diese Adresse heißt IP-Adresse, benannt nach dem zugrunde liegenden Internet Protocol. Ohne sie könnten Datenpakete ihr Ziel im Netz nicht finden.
Eine IP-Adresse besteht aus einer Zahlenfolge, die ein Gerät oder eine Netzwerkschnittstelle innerhalb eines Netzwerks identifiziert. Beim Versand von Daten wird jedem Paket die IP-Adresse des Absenders und des Empfängers beigefügt; Router entlang der Übertragungsstrecke lesen diese Angaben, um die Pakete Schritt für Schritt in Richtung Ziel weiterzuleiten. IP-Adressen können statisch, also dauerhaft demselben Gerät zugewiesen, oder dynamisch sein, also bei jeder Verbindung neu vergeben. Eine IP-Adresse identifiziert dabei zunächst einen Netzwerkanschluss oder ein Gerät, nicht automatisch eine bestimmte Person.
Wird eine Webseite aufgerufen, ermittelt das Gerät zunächst über einen Namensauflösungsdienst die zugehörige IP-Adresse des Servers. Anschließend werden Anfrage und Antwort zwischen der IP-Adresse des eigenen Geräts und der IP-Adresse des Servers ausgetauscht – unabhängig davon, welchen einprägsamen Namen die Webseite trägt.
IP-Adressen werden für jede Form der Netzwerkkommunikation benötigt: beim Surfen im Web, beim Versenden von E-Mails, bei Videotelefonie, in Heimnetzwerken und beim Betrieb vernetzter Geräte. Sie sind außerdem Grundlage vieler Sicherheits- und Verwaltungsmechanismen, etwa um Zugriffe auf bestimmte Netzwerke einzuschränken oder Serverstandorte technisch zu organisieren.
Eine IP-Adresse lässt sich nicht ohne Weiteres einer konkreten Person zuordnen; meist identifiziert sie zunächst nur den Internetanschluss oder ein einzelnes Gerät. Ein weiteres Missverständnis ist, IP-Adressen mit dauerhaft festen Kennungen zu verwechseln: Viele Internetanschlüsse erhalten bei jeder neuen Verbindung eine andere Adresse. Auch die Sichtbarkeit einer IP-Adresse bedeutet nicht automatisch, dass Betreiber technischer Dienste damit ohne Weiteres nachvollziehen können, wer ein Gerät tatsächlich genutzt hat.
Nicht verwechseln mit einer Domain: Diese ist ein für Menschen lesbarer Name, während die IP-Adresse die tatsächliche technische Adresse eines Geräts ist. Ebenfalls abzugrenzen ist das Domain Name System: Es ist der Dienst, der zwischen Domainnamen und IP-Adressen vermittelt, aber selbst keine Adresse ist.