Auch genannt: IT-Überwachung, Systemmonitoring
IT-Monitoring ist die systematische, kontinuierliche Überwachung von IT-Systemen, Diensten und Komponenten, um deren Verfügbarkeit, Leistung und Auslastung zu messen und Störungen frühzeitig zu erkennen.
So wie ein Mensch regelmäßig Puls und Blutdruck messen lässt, um Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen, werden auch IT-Systeme fortlaufend auf bestimmte Kennzahlen hin beobachtet. IT-Monitoring sammelt dafür laufend Messwerte wie Auslastung, Antwortzeiten oder Fehlerraten, damit sich abzeichnende Probleme auffallen, bevor sie zu einem spürbaren Ausfall führen.
Auf Servern, in Netzwerkkomponenten und in Anwendungen erfassen Monitoring-Werkzeuge fortlaufend Messwerte, etwa Prozessorauslastung, Speicherverbrauch, Netzwerkverkehr oder die Antwortzeit einzelner Dienste. Diese Werte werden mit zuvor festgelegten Schwellenwerten verglichen; wird ein solcher Schwellenwert über- oder unterschritten, löst das System automatisch eine Warnmeldung an die zuständigen Verantwortlichen aus. Die gesammelten Messwerte werden zusätzlich meist in Dashboards grafisch aufbereitet, um den aktuellen Zustand der IT-Infrastruktur auf einen Blick erfassen zu können.
Überschreitet die Antwortzeit des Bezahlvorgangs in einem Online-Shop einen festgelegten Schwellenwert von zwei Sekunden, löst das IT-Monitoring automatisch eine Warnmeldung an den Bereitschaftsdienst aus. Dadurch kann das zuständige Team eingreifen, bevor Kundinnen und Kunden die Verzögerung überhaupt bemerken.
IT-Monitoring wird eingesetzt, um Störungen frühzeitig zu erkennen, die Einhaltung vereinbarter Servicelevel nachzuweisen, die Kapazitätsplanung für wachsende Systeme zu unterstützen und ungewöhnliche Aktivitäten zu identifizieren, die auf einen Sicherheitsvorfall hindeuten könnten.
IT-Monitoring beobachtet und meldet Abweichungen von zuvor festgelegten Kennzahlen, behebt entdeckte Probleme aber nicht von sich aus – dafür ist ein eigenständiger Prozess zur Reaktion auf Störungen notwendig. Häufig wird außerdem übersehen, dass klassisches Monitoring nur die Kennzahlen erfasst, für die vorab ein Schwellenwert definiert wurde, und damit unerwartete, zuvor nicht bedachte Problemarten leicht übersieht; solche Lücken sollen ergänzende Ansätze schließen, die zusätzlich Protokolldaten und Ablaufverfolgungen auswerten.
Nicht zu verwechseln mit Hochverfügbarkeit: Hochverfügbarkeit ist eine Betriebseigenschaft, die dafür sorgt, dass ein System trotz einzelner Ausfälle insgesamt erreichbar bleibt, während IT-Monitoring das Beobachtungswerkzeug ist, mit dem solche Ausfälle und drohenden Probleme überhaupt erst sichtbar gemacht werden.