Mixed Reality (MR) bezeichnet die Verschmelzung realer und virtueller Elemente, bei der digitale Objekte räumlich in der physischen Umgebung verankert werden und mit ihr interagieren.
Auch genannt: MR, Hybride Realität
Anders als bei einer reinen Überlagerung verbindet Mixed Reality reale und virtuelle Elemente so, dass sie sich gegenseitig beeinflussen – ein digitales Objekt kann sich beispielsweise hinter einem realen Gegenstand verstecken.
Kameras und Sensoren erfassen die Geometrie des realen Raums (räumliches Mapping). Digitale Objekte werden darauf verankert und berücksichtigen reale Gegebenheiten wie Verdeckung, Kollision oder Lichteinfall, sodass sie sich glaubwürdig in die physische Umgebung einfügen statt nur eingeblendet zu werden.
Eine Technikerin sieht durch eine MR-Brille virtuelle Bauteile, die korrekt hinter einer echten Maschine verschwinden, wenn sie sich davor bewegt, und lässt sich von eingeblendeten Hinweisen durch eine Reparatur führen.
Mixed Reality wird bei industrieller Fernwartung, in Design-Reviews, bei kollaborativer Zusammenarbeit über Distanz sowie in Trainingssimulationen eingesetzt, bei denen reale und virtuelle Inhalte direkt zusammenwirken müssen.
Der Begriff wird oft synonym mit Augmented Reality verwendet. Mixed Reality setzt jedoch eine echte räumliche Verankerung und Interaktion zwischen digitalen und physischen Objekten voraus, während eine reine Überlagerung ohne solche Interaktion genügt, um als Augmented Reality zu gelten.
Nicht zu verwechseln mit Augmented Reality, die reale Umgebung meist nur mit virtuellen Elementen überlagert, ohne tiefe wechselseitige Interaktion vorauszusetzen, mit Virtual Reality, die die reale Umgebung vollständig ausblendet, oder mit Digitaler Zwilling, einem digitalen Abbild eines Systems, das nicht zwingend räumlich erlebbar ist.