Ransomware ist eine Form von Schadsoftware, die Daten verschlüsselt oder Systeme sperrt, um von den Betroffenen ein Lösegeld für die Freigabe zu erpressen.
Auch genannt: Erpressungstrojaner, Verschlüsselungstrojaner
Ransomware macht Daten oder ganze Systeme unbrauchbar und verspricht die Wiederherstellung nur gegen Zahlung – vergleichbar mit einer digitalen Entführung von Dateien.
Nach der Infektion verschlüsselt Ransomware gezielt Dateien auf dem betroffenen System oder sperrt den Zugriff komplett. Anschließend erscheint eine Lösegeldforderung mit Zahlungsanweisung, häufig mit einer Frist, nach der die Daten angeblich endgültig verloren sind.
Ein Unternehmen öffnet einen manipulierten Anhang; kurz darauf sind sämtliche Dateien auf den betroffenen Rechnern verschlüsselt, und eine Nachricht fordert eine Zahlung für den Entschlüsselungscode.
Ransomware wird ausschließlich von Angreifenden zur Erpressung eingesetzt und stellt eines der wirtschaftlich schädlichsten Cyberrisiken für Unternehmen, Behörden und Privatpersonen dar.
Eine Zahlung des Lösegelds garantiert nicht, dass Daten tatsächlich wiederhergestellt werden. Der wirksamste Schutz ist meist nicht die Abwehr allein, sondern regelmäßige, getrennt aufbewahrte Sicherungskopien, mit denen sich Systeme ohne Zahlung wiederherstellen lassen.
Nicht zu verwechseln mit Malware, dem Oberbegriff, unter den Ransomware als Sonderfall fällt, mit Phishing, das oft als Einstiegskanal dient, oder mit Verschlüsselung als legitimer Schutztechnik – Ransomware missbraucht dasselbe Prinzip zu Erpressungszwecken.