Ein Rechenzentrum ist eine physische Einrichtung, in der Server, Speicher- und Netztechnik zentral betrieben werden, um Rechenleistung und Daten bereitzustellen.
Ein Rechenzentrum bündelt Rechner, Speicher und Netzwerktechnik an einem gesicherten Standort, sodass digitale Dienste zuverlässig betrieben werden können.
Redundante Stromversorgung, Kühlung und Netzanbindung sorgen in einem Rechenzentrum dafür, dass Server durchgehend laufen. Mehrere Standorte werden häufig miteinander verbunden, damit bei einem Ausfall ein anderer Standort einspringen kann.
Ein Cloud-Anbieter betreibt Rechenzentren an mehreren Standorten, damit der Ausfall eines Serverraums durch einen anderen Standort ausgeglichen werden kann.
Rechenzentren bilden die physische Grundlage für Cloud Computing, das Hosting von Webseiten, betriebliche IT-Systeme und rechenintensive Anwendungen wie große KI-Modelle.
Ein Rechenzentrum ist die physische Infrastruktur – welche Software oder welcher Cloud-Dienst darauf betrieben wird, ist eine gesonderte Frage. Der hohe Energie- und Kühlbedarf großer Rechenzentren macht Effizienz zu einem zentralen Thema.
Nicht zu verwechseln mit Cloud Computing, dem Nutzungsmodell für Rechenleistung über das Internet, das auf Rechenzentren aufbaut, aber nicht mit ihnen gleichzusetzen ist, mit Edge Computing, das Verarbeitung gezielt näher an den Ort der Datenentstehung verlagert statt sie zentral zu bündeln, oder mit Green IT, dem übergeordneten Nachhaltigkeitsansatz für IT und nicht der baulichen Einrichtung selbst.