Das Social Web ist der Oberbegriff für soziale Netzwerke und Plattformen, auf denen Nutzende selbst Inhalte erstellen, teilen und miteinander interagieren.
Auch genannt: Web 2.0 (im sozialen Kontext)
Im Social Web sind Nutzende nicht nur Konsumenten, sondern auch Produzenten von Inhalten: Sie posten, kommentieren, teilen und vernetzen sich – anders als bei klassischen, rein redaktionell gepflegten Webseiten.
Plattformen im Social Web stellen Werkzeuge bereit, mit denen Nutzende Profile anlegen, Beiträge veröffentlichen und Beziehungen zu anderen Nutzenden aufbauen können. Algorithmen entscheiden dabei häufig, welche Inhalte welchen Nutzenden angezeigt werden, basierend auf Interaktion und Interessen.
Ein Unternehmen postet auf einer Social-Web-Plattform ein Produktvideo, das von Nutzenden kommentiert, geteilt und mit eigenen Beiträgen verknüpft wird, statt nur passiv betrachtet zu werden.
Das Social Web wird für private Vernetzung, Unternehmenskommunikation, Kundenservice, Meinungsbildung und als Kanal für Content-Marketing und Influencer-Kommunikation genutzt.
Das Social Web ist kein neutraler Raum: Sichtbarkeit von Inhalten wird durch Plattformalgorithmen gesteuert, nicht allein durch Nutzerinteresse. Zudem wird der Begriff oft undifferenziert mit einzelnen Plattformen gleichgesetzt, obwohl er ein ganzes Ökosystem unterschiedlicher Dienste umfasst.
Nicht zu verwechseln mit einem Content-Management-System, das ein Publishingsystem für eigene Webseiten ist, mit der Digitalen Öffentlichkeit, die den gesellschaftlichen Diskursraum beschreibt, oder mit der Plattformökonomie, einem wirtschaftlichen Geschäftsmodell.