Open Government ist ein Leitprinzip für eine transparente, partizipative und kooperative Verwaltung gegenüber Bürgerinnen, Bürgern und Zivilgesellschaft.
Open Government steht dafür, dass Verwaltungshandeln nachvollziehbar wird, Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungsprozessen beteiligt werden und Behörden mit externen Akteuren zusammenarbeiten, statt ausschließlich intern zu agieren.
Umgesetzt wird Open Government etwa durch die Veröffentlichung von Verwaltungsdaten, offene Beteiligungsverfahren bei politischen Entscheidungen und Formate, in denen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten. Digitale Werkzeuge erleichtern dabei Zugang und Beteiligung.
Eine Kommune veröffentlicht Haushaltsdaten in offen nutzbarer Form und lädt Bürgerinnen und Bürger ein, über eine Online-Plattform Vorschläge zu einem Bauprojekt einzubringen.
Open Government wird bei der Gestaltung von Beteiligungsprozessen, der Veröffentlichung von Verwaltungsdaten und der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft angewendet.
Open Government ist ein Prinzip, kein einzelnes Werkzeug – die bloße Bereitstellung einer Website erfüllt den Anspruch von Transparenz und Partizipation noch nicht. Zudem setzt echte Beteiligung voraus, dass Rückmeldungen aus der Bevölkerung auch tatsächlich Einfluss auf Entscheidungen nehmen können.
Nicht zu verwechseln mit der Digitalen Öffentlichkeit, die den gesellschaftlichen Diskursraum im Netz beschreibt, nicht speziell das Verwaltungshandeln. Verwandt, aber breiter angelegt ist Open Data, die technische Bereitstellung offener Datensätze.