Rendering ist der Prozess, bei dem aus digitalen Szenen- und Modelldaten ein sichtbares, zweidimensionales Bild berechnet wird.
Auch genannt: Bildsynthese
Rendering wandelt eine digitale Beschreibung einer Szene – Geometrie, Materialien, Licht – in ein Bild um, das auf einem Bildschirm dargestellt werden kann.
Eine Rendering-Engine berechnet, wie Licht auf Oberflächen trifft, reflektiert wird und Schatten wirft, und setzt das Ergebnis in Pixel um. Je nach Anwendung geschieht dies in Echtzeit, also mehrfach pro Sekunde wie in Spielen, oder als aufwendige einmalige Berechnung, wie sie etwa für Filmeffekte genutzt wird.
Ein Computerspiel berechnet bei jeder Kamerabewegung das komplette Bild neu, mehrmals pro Sekunde, damit sich die Spielwelt für die spielende Person flüssig anfühlt.
Rendering wird in Gaming, Virtual und Augmented Reality, Filmproduktion sowie bei Architektur- und Produktvisualisierungen eingesetzt, überall dort, wo aus digitalen Modellen sichtbare Bilder entstehen sollen.
Rendering beschreibt nur die Erzeugung des Bildes, nicht dessen Kompression oder Übertragung – das übernehmen Codec und Streaming. Hochwertiges Rendering erfordert erhebliche Rechenleistung, weshalb Bildqualität und Bildrate in der Praxis oft gegeneinander abgewogen werden müssen.
Nicht zu verwechseln mit Codec, der fertige Bilder komprimiert und überträgt statt sie zu erzeugen, mit Streaming, das die Übertragung und nicht die Erzeugung von Bildern betrifft, oder mit Grafikprozessor, der Hardware, die Rendering-Berechnungen ausführt, aber nicht das Verfahren selbst ist.